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Winterlaufkurs 2017/2018 ab 14. November 2017

 

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Gabi Görtler

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Mein erster Marathon - die Königsdisziplin für LäuferInnen

Vom Training, über Schmerzen, bis zum Ziel

 

Am 30.9.2012 war es soweit. Ich lief meinen allerersten Marathon. 42,2 km galt es zu bewältigen.

 

Aber alles von Anfang an. Als Läuferin war es mein Ziel, einmal im Leben einen Marathon zu beenden. Meine realistische Zielzeit: ca. 4 h.

 

Nach meinem Urlaub Mitte Juli 2012 begann ich, mich spezifisch darauf vorzubereiten. Jede Woche am Wochenende ein langer Lauf, von anfangs 18 km bis gegen Ende 32 km steigernd. Die langen Läufe sind das Kernstück des Marathontrainings. Weiters stand ein Tempolauf von 8 – 12 km mit geplantem Marathontempo (also 5:40 Min./km) sowie ein Intervalltraining und manchmal auch ein viertes Lauftraining mit einem langsamen Lauf pro Woche auf dem Plan. Krafttraining mindestens einmal die Woche und ein Regenerationstraining mit Schwimmen oder Radfahren waren ebenfalls wöchentlicher Bestandteil des Trainingplans.

 

Alles lief bestens. Ich hielt alle Trainings ein. Im Sommer bei Hitze lange Läufe zu absolvieren und sonntags um 7.30 Uhr aufzustehen, war zwar oft nicht einfach, aber nicht unmöglich. Auch ein Halbmarathon sieben Wochen davor sowie zwei 10 km Wettkämpfe fünf bzw. zwei Wochen vor dem Marathon habe ich in geplanter Zeit absolvieren können (21,1 km in 5:30 Min./km und 10 km in 5:00 Min./km).

 

Dann ein herber Rückschlag: Drei Wochen vor dem Marathon plagten mich altbekannte Schmerzen in meinem linken Knie. Vor eineinhalb Jahren wurde ein sogenanntes „Läuferknie“ diagnostiziert, das sich nun wieder aufgrund der Belastung bemerkbar machte. Mein Sportmediziner gab mir eine Spritze direkt ins Knie und damit hatte ich dann keine weiteren Schmerzen. Also konnte ich weiterhin nach Plan trainieren. Zwei Wochen vor dem Marathon schmerzte mich dann tatsächlich auch noch mein rechtes Knie. Also wieder zum Sportmediziner, der somit auch mein rechtes Knie infiltrierte. Allerdings nutzte die Spritze dieses Mal wenig bis gar nicht. Aber nachdem nun die Tapering-Phase anbrach, konnte ich die Schmerzen in den kürzer und leichter werdenden Trainings ganz gut aushalten.

 

Sechs Tage vor dem Marathon ging ich nochmals zum Sportmediziner in der Hoffnung, dass bei einer neuerlichen Infiltration beider Knie die Schmerzen aufhörten. Naja, leider nicht wirklich.

 

Am großen Tag, Sonntag, 30.9.2012, hieß es um 6 Uhr morgens aufstehen, ordentlich frühstücken und ab zum Start. Die Aufregung war extrem, ich wusste nicht, was mich erwarten würde. Hielten meine Knie? Wird es schwer oder sehr schwer? Wann würde mich der „Mann mit dem Hammer“ erreichen? Die letzten 10 km waren überhaupt eine Unbekannte, da ja im Training mein längster Lauf „nur“ 32 km betrug.

 

Die Menge an Läufer war gigantisch, meine Nervosität beim Start stieg von Minute zu Minute. Ich startete im letzten Startblock, da alle, die ihren ersten Marathon liefen, in diesem Startblock gesteckt wurden. Dann endlich konnte ich zu meinem lang ersehnten Lauf starten. Ich lief über die Linie.

 

Klar ist es bei über 40.000 Startern anfangs eng. Aber leider war es fast den ganzen Lauf über „eng“. Somit musste ich oft ausweichen und mich sehr konzentrieren. Ich trank bei jeder Versorgungsstelle Wasser, und aß alle 5 – 8 km eine halbe Banane. Bei 22 km, 30 km und 38 km nahm ich jeweils ein Kohlehydrat-Gel mit Wasser zu mir.

 

Die Zeit verflog, ich hatte nie das Gefühl, dass ich außer Atem war. Ich litt den ganzen Lauf über nie über eine Laktatüberschwemmung und fühlte mich konditionell pudelwohl.

 

Meine Knie hatte ich dank einer vor dem Start eingeworfenen Schmerztablette zumindest in der ersten Hälfte gut unter Kontrolle. Nach 20 km warf ich eine zweite Schmerztablette ein. Ab Kilometer 35 lief ich nicht mehr ganz rund, weil die Knie anfingen immer stärker zu schmerzen. Aber mit dem Ziel vor Augen, den jubelnden Zuschauern und auch durch das Überholen vieler, die stehen blieben (und sogar aufgaben), wollte ich einfach nicht stehen bleiben und lief und lief.

 

Dann endlich das heiß ersehnte Ziel. Ich schwebte förmlich über die Ziellinie und es flossen die ersten Tränen vor Glück und Erleichterung. Ich habs geschafft, I am Marathon! Meine Zeit: 4:06:01 (5:49 Min./km).

 

Ein Erlebnis, das ich nicht missen möchte. Einmal im Leben Marathon laufen – das war eines meiner Lebensziele und ich habe es erreicht.

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