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Winterlaufkurs 2017/2018 ab 14. November 2017

 

Slingtraining jeden Donnerstag und Samstag in Tulln

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Gabi Görtler

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Der Fettverbrennungspuls

Fettverbrennungspuls = Fettabbau?

 

Wer kennt ihn nicht? Der Fettverbrennungspuls ist bekanntlich ein niedriger Pulsbereich, der nicht überschritten werden sollte, damit ganz viel Fett verbrannt wird. Stimmt das?

 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten des Körpers Energien zu speichern. Das sind u.a. einerseits die Fettreserven andererseits sind das Kohlehydrate, die in Muskeln und Leber gespeichert werden. Der Kohlehydratspeicher ist sehr begrenzt, dafür ist der Fettspeicher (leider) fast unendlich.

 

Bis auf wenige Ausnahmen werden beim Energieverbrauch beide Speicher genutzt. Je schneller gelaufen wird umso mehr wird auf den Kohlehydratspeicher die Energie genommen, je langsamer gelaufen, umso mehr wird die Fettreserve in Anspruch genommen.

 

Und trotzdem: Fettverbrennung ist nicht Fettreduktion!

 

Ein praktisches Beispiel soll dies verdeutlichen:

 

Andrea läuft 1 Stunde im gemütlichen Tempo (also im Fettverbrennungspuls) und verbraucht dadurch 600 Kalorien. Jeweils die Hälfte der Energien wird durch Fett (300 Kalorien = 32 g) und die andere Hälfte durch Kohlehydrate (300 Kalorien = 73 g) bereit gestellt.

 

Beate läuft ebenfalls 1 Stunde, allerdings im schnellen Tempo, nicht mehr im sogenannten "Fettverbrennungspuls" und verbraucht dadurch 900 Kalorien. Davon  sind nur 20 % Fett (180 Kalorien = 19 g) und 80 % Kohlehydrate (720 Kalorien = 176 g).

 

Andrea verbrannte offensichtlich mehr Fett als Beate, diese wiederum verbrannte mehr Kalorien – wenn man die 1 Stunde Sport betrachtet.

 

Betrachtet man nun den ganzen Tag sieht die Bilanz wie folgt aus:

 

Andrea und Beate gehen nun nach dem Sport gemeinsam Essen. Beide essen das gleiche: Eine Portion Vollkornspagetti und als Nachspeise ein kleines Früchteeis sowie Apfelsaft dazu. Nehmen wir der einfachheithalber an, dass das Essen aus 176 g Kohlehydrate und 19 g Fett besteht.

 

Andrea hat durch das langsame Laufen wenig Kohlehydrate verbraucht, nämlich 73 g – also bleiben nach dem Essen 103 g Kohlehydrate (= 422 Kalorien) über, die in Fett (= 45 g) umgewandelt werden. Sie hat weiters 32 g Fett beim Sport verbrannt und 19 g Fett beim Essen aufgenommen. Macht ein Minus von 13 g Fett. Rechnet man nun die Kohlehydrate (= 45 g), die nicht verbraucht wurden, dazu, macht das ein Plus von 32 g Fetteinlagerung!

 

Bei Beate ist es einfacher. Sie hat den Kohlehydrat- und Fettverbrauch in gleichen Teilen wieder aufgenommen, somit nimmt sie weder zu noch ab.

 

Die 32 g zu viel Fett von Andrea entsprechen den rund 300 Kalorien, die Beate mehr verbraucht hat.

 

Was lernen wir daraus? In Wahrheit zählt nur die Kalorienbilanz des ganzen Tages und es ist für’s Abnehmen egal, in welchem Pulsbereich wir laufen. Hauptsache Kalorien werden verbraucht.

 

Zur besseren Übersicht:

 

1 g Kohlehydrate = 4,1 Kalorien

 

1 g Fett = 9,3 Kalorien

 

 

Andrea läuft 1 h

im gemütlichen Tempo

(= Fettverbrennungspuls)

Beate läuft 1 h schnell

Kalorienverbrauch

600

900

Fettanteil

50 %

20 %

Fett

32 g

19 g

Kohlehydratanteil

50 %

80 %

Kohlehydrate

73 g

176 g

 

Kohlehydratbilanz

  

Aufnahme

  176 g

  176 g

- Verbrauch

-  73 g

- 176 g

 Summe

  103 g = + 422 Kalorien

0 g

 

Fettbilanz  

 

Aufnahme

  19 g

  19 g

- Verbrauch

- 32 g

- 19 g

 Summe

- 13 g = - 121 Kalorien

0 g

 

 

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